23. Februar 2012

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Eine kleine Info vorab: Bisher gab es hier nur wenig tolle, spannende, mitreißende, versaute und interessante Studentengeschichten zu lesen!
Grund hierfür: Meine Erzählungen erfolgen chronologisch und nach meiner Logik hat das Studentenleben (leider) noch nicht angefangen ;) – aber bald!!

Zurück zum Thema!
Einige Universitäten bieten die Möglichkeit bei Informationsveranstaltungen bereits vorab etwas Uniluft zu schnuppern. Der Einfachheit halber zähle ich hierzu auch mal größer angelegte Auswahlverfahren.
Ich habe (wie vorher schon mal angeklungen) hiervon selbst einige besucht, was mir doch sehr bei meiner Studiengangs- und Hochschulwahl geholfen hat.
Neben diesem genialen Vorteil, gibt es aber noch zwei weitere Vorzüge dieser Programme.

1) (Auswahlverfahren wieder ausgenommen) Diese Veranstaltungen werden in der Regel von Studenten mit organisiert. Das bedeutet, dass ihr zum einen Infos (auch zu nicht fachlichen Themen) aus erster Hand bekommt und euch diese oft auch direkt zeigen, was „Studentenleben“ bedeutet. Beispiel: An einer Uni hatten wir einige Studenten kennen gelernt, die die ganze Gruppe (die wir dort gebildet hatten) am gleichen Abend noch auf eine große WG-Party eingeladen haben.

2) Du lernst viele neue Personen kennen, die später vielleicht mal neben dir sitzen. So kennst du bereits vor der ersten Vorlesung viele deiner Kommilitonen und baust schon vorab einen ersten neuen Freundeskreis auf. Dadurch kommst du in die erste Vorlesung und bist von Anfang an nie allein. Natürlich kann man das auch anders erreichen. Hierzu aber später mehr.

Das dritte nette Feature, welches ich als solches nicht unbedingt aufzählen wollte: Diese Informationsveranstaltungen bieten oft tolle Chancen auf den ein oder anderen Flirt ;)

Fazit hierzu also: Mitmachen! Man kann im Grunde nur gewinnen.
Angemerkt sei vielleicht noch, dass das natürlich nur praktikabel ist, wenn man eine stark begrenzte Auswahl an Universitäten und Studiengängen hat. Allerdings muss man auch anmerken, dass man nicht bei allen Universitäten solche tolle Möglichkeiten hat, was meines Erachtens auch ein Kriterium für eine „gute“ Universität ist. :)

Du hast eine Beziehung und beginnst zu studieren?
Das klappt in den meisten Fällen überhaupt gar nicht. Erfahrungsgemäß mach man Abstriche und sucht sich eine Universität in der Nähe der oder des Liebsten (entgegen der eigentlichen Wünsche), um dann festzustellen, dass man sich trotzdem völlig auseinanderlebt.
Schlechtes Menschenbild? Ja – hab ich :D
Die meisten Akademiker finden ihren Partner an der Uni. Oder später im Beruf, aber quasi niemals vorher. Der Grund ist relativ offensichtlich. Hier trifft man fast ausschließlich Personen, die zumindest annähernd so eingestellt sind, wie man selbst. Hier kommt der altbekannte Spruch zum tragen: Gleich und gleich gesellt sich gern.

Ich möchte jetzt nicht dazu aufrufen, dass sich alle Pärchen vor Studienbeginn trennen sollten, aber ich kann es empfehlen ;) .
Grund 1: es ist einfacher.
Grund 2: du würdest viele tolle Sachen verpassen (es sei denn du bist notorisch untreu – dann hat sich der Punkt erübrigt ;) ).
Grund 3: du willst dich doch nicht etwa wirklich mit 17/18/19 auf einen Mann/Frau festlegen?!

Eine Ausnahme sei denen gewährt, die jetzt schon wissen, den Mann/Frau fürs Leben gefunden zu haben. Soll vorkommen und ist ja nicht verkehrt!
Eine weitere Ausnahme möchte ich denen gewähren, die (sofern es so etwas Grausames gibt) auf einer reinen Männer-, respektive Frauen-Hochschule sind.
Aufpassen sollten die, die sich da nicht ganz sicher sind ;) . Ich gehörte wohl zu der Gruppe.

Stay tuned…

Damit das ganze Studentenleben eine Basis hat, kommt die Zeit im Leben eines Mannes (oder Frau), in der man sich eine Hochschule suchen muss, an welcher man die nächsten Jahre seines Lebens verbringen wird.
Um alle Hoffnungen vorab zu zerstören: Ich werde nicht offenbaren wo ich studiere – ich weiß ja jetzt schon nicht mehr wohin mit den ganzen Fans ;) .

Es gibt im Grunde drei Typen von Hochschulsuchenden:

#1: Der ZVS-Abhängige. Dieser ist mittlerweile sehr sicher Medizinstudent (oder Medizinnahe Studiengänge). Er hat bei seiner Studienplatzauswahl viel Spaß mit den Herren und Damen der Zentralen Vergabestelle von Studienplätzen und im Grunde nichts zu sagen. Der clevere ZVS-Abhängige versucht durch geschickte Schachzüge so zu pokern, dass er in der Lotterie am Ende das große Los zieht. Der Suchende findet hierzu viele tolle Tipps im Netz. Wer eigene hat, kann diese gerne hier im Kommentarfeld mitteilen! :)

#2: Der Zielsichere (wie ich ;) ). Er hat sich ganz genau mit den verschiedenen Hochschulen beschäftigt und eine kleine Auswahl gebildet. Hierbei hat er verschiedene genau ausgetüftelte Kriterien beachtet – so z. B. der Ruf der Universität in den vielen verschiedenen Rankings, die Größe der Universität, die Erfahrungsberichte von Studierenden, … Am Ende bewirbt er sich bei maximal 4 Universitäten.

#3: Der Panische. Er (= dieser Typ) ist sehr unsicher. Oft weiß er nicht was er eigentlich machen will, hat aber wahnsinnige Angst nicht das machen zu können, was er nicht weiß ob er machen möchte. Deshalb schreibt er in der Regel 20 bis 40 Bewerbungen. Da er das absolute Gegenteil von zielsicher ist, schreibt er seine Bewerbungen nicht nur für verschiedene Universitäten, sondern meistens auch für eine Vielzahl an verschiedenen Studiengängen. Frei nach dem Motto „dann kann ich am Ende bequem auswählen, wenn ich mir sicher bin“. Was i. d. R. nicht bedacht wird, ist die Tatsache, dass zwischen Bewerbung und Einschreibung nur wenige Wochen liegen und wer bis zur Bewerbung nicht weiß was er erreichen will, sich wenig später auch nicht mehr vorstellen kann.

Wer das Glück hat nicht zur ersten Gruppe zu gehören, sei sehr stark der zweite Weg empfohlen. Da erspart dir viel Arbeit, viel Stress und entlastet das ganze System. Wer sich noch völlig unsicher ist, was er machen möchte, macht dies auch nicht besser, indem er sich für alles bewirbt – am Ende kann man doch nur eine Sache machen (Zweitstudium ausgenommen).

Eine kleine spannende Geschichte gegen Ende. Gerade aufgrund der vielen #3-Typen, sind quasi alle Hochschulen völlig überfordert und die NCs allgemein sehr hoch.
Ich wurde an meiner Hochschule im ersten Verfahren angenommen. Was kaum einer weiß – die Universität hatte in dieser ersten Runde rund 700 Zulassungsbescheide bei 200 Studienplätzen verschickt – und das bei relativ hohem NC und einer nicht geringen Beliebtheit. Der Grund sind all diejenigen, die sich überall bewerben und ja doch nur eine Hochschule besuchen können. Bleibt nur zu hoffen, dass auch in Zukunft nie 700 Personen zusagen werden ;)

Die alles entscheidende Frage: Wo soll ich hin, wenn ich Erfolg haben und viele tolle Dinge erleben möchte?
Die Antwort ist ganz einfach: Schau dir die einzelnen Hochschulen an und geh dahin, wo du dich wohl fühlst, denn nur dann hast du Spaß und bist gut.
Zu den Erlebnissen: Ich bin mir sehr sicher, dass man überall tolle Sachen erleben kann, denn dein Studium ist das was du draus machst!
Wenn du Spannendes erleben möchtest, suchst du dir Spannendes und erlebst es – relativ einfach, oder ;) ?
Achtung Fehler: Viel erleben wollen und sich allem verschließen funktioniert leider nicht.

Glücklicher Weise konnte ich diese Frage schon lange vor Erhalt meines Abiturzeugnisses beantworten.
Für alle, denen es nicht so geht, möchte ich hier ein paar Tipps fallen lassen.

1) Befreie deinen Kopf von deinem Abi-Schnitt. Ich musste selbst erleben, wie Eltern ihren Kindern gepredigt haben, dass sie Medizin studieren MÜSSEN, weil ihr Notendurchschnitt so gut sei. Unter dem Gesichtspunkt Glück ist das falsch, da niemand etwas studieren sollte, was ihn sein Leben lang mit Unbehagen erfüllt. Unter den Gesichtspunkten Erfolg, Geld und Karriere sei gesagt, dass man in der Wirtschaft deutlich mehr davon hat, als im Gesundheitswesen.

2) Macht dir nun bewusst, was du kannst und was dich interessiert. Was macht dir Spaß? Wichtig hierbei: Orientiere dich nicht zu sehr an Unterrichtsfächern, da dies i. d. R. daneben geht. Versuche abstrakt zu bleiben. Beispiele: „Geld verdienen macht mich glücklich“, „Ich möchte Menschen helfen“, „Ich möchte kreativ sein“.

3) Überlege dir was du in 10 Jahren einmal machen möchtest. Wie soll dein Leben aussehen?

4) Informiere dich auf welche Arten du dein Ziel erreichen kannst. Oft ist z. B. gar kein Studium notwendig.

5) Mache dir Gedanken darüber, welche Studiengänge oder Ausbildungen dir zum Erreichen deines Ziels nützlich sein könnten.

6) Informiere dich über die ausgewählten Studiengänge und wähle den, der dir am ehesten zusagt. Optimaler Weise kennst du Personen, die dies studieren oder studiert haben und dir einen kleinen Erfahrungsbericht geben können.

7) Such dir eine Hochschule an der du dich wohlfühlst. Wenn du dich an einer angeblich guten Hochschule unwohl fühlst bringt dir das am Ende auch nichts, weil du im Studium dann eher schlecht bist und am Ende womöglich Semester für Semester verschwendest.

Als Fazit kann man sagen, dass ein erfolgreiches Studium und letzten Endes auch erfolgreiches Leben von drei Faktoren abhängt: Macht es mir Spaß, kann ich mich damit identifizieren und fühle ich mich mit meiner Wahl wohl.

Doch zurück zu meiner Wahl. Ich hatte mich letzten Endes genau an den genannten Kriterien orientiert, weshalb ich mit meiner Wahl nach wie vor überglücklich bin und absolut nichts anders machen würde.
Wenn ich mich weit zurückerinnere, wollte ich eigentlich immer Polizist oder Pilot werden. Ich auch muss zugeben, dass mich beide Berufsbilder auch nach wie vor faszinieren. Nichts desto trotz habe ich eine andere Richtung eingeschlagen – man kann dies die Verkettung verschiedener Umstände oder Schicksal nennen.
Ich hatte mir bald eine kleine Auswahl an möglichen Zukunftsoptionen zu Recht gelegt. Darin inbegriffen war bspw. auch Jura. Nachdem ich eine Informationsveranstaltung an der Universität Bayreuth besuchen durfte und mit zwei Rechtsanwälten gesprochen hatte, war mir aber schnell klar, dass meine anfänglichen Vorstellungen harsch an der Realität vorbei gingen.
Somit wurde ich BWL-Student und musste mich fortan mit Sprüchen à la „aha – du wusstest auch nicht was du machen solltest“ abgeben. Glücklicherweise wusste ich es aber besser :) .
Die Erfahrung hat mittlerweile auch gezeigt, dass ich mit meiner Wahl goldrichtig lag.
Den Fakt ist: Wer sich tagtäglich darüber freuen kann, was er studiert, ist in aller Regel gut in dem was er tut und gehört somit am Ende zu den Besten. Wer also seinen Neigungen folgt, hat am Ende Erfolg und ist glücklich.
Wer zwanghaft versucht in eine Rolle zu schlüpfen, die nicht zu ihm passt, wird seinen Leben lang scheitern und unglücklich sein.

Das Ganze war nun mehr eine Predigt, als ein Erfahrungsbericht, aber wer am Ende glücklich studiert, liest auch lieber diesen Blog ;) !

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Über

Mein Name ist Max Köhler. Ich bin 22 Jahre alt und Student.
Ich bekomme oft zu hören, dass die Studienzeit, die schönste Zeit im Leben sei. In jedem Fall erlebe ich enorm viel Spannendes und manchmal auch äußerst Kurioses, worüber ich hier in allen (manchmal schmutzigen) Details berichten werde.
Denke an den verrücktesten Teeniefilm, den du je gesehen hast - ich bin mittendrin!
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