Was ich nachfolgend beschreibe, hat der ein oder andere mit Sicherheit schon einmal selbst erlebt.
Wem das alles gänzlich neu ist, sollte unter Umständen einmal eingehend darüber nachdenken!
Die Rede ist von einer Art Chamäleon-Effekt, welchen ich nun schon über Jahre hinweg beobachten durfte.
Die wohl bekannteste Fähigkeit der kleinen Echse ist deren farbliche Anpassung an die jeweilige Umgebung.
Etwas Ähnliches kann man auch im täglichen Leben und damit auch dem Studium beobachten. Dass sich viele Personen mit ihrer Bekleidung an ihren Studiengang anpassen, wurde bereits in einem älteren Beitrag erörtert (hier zum nachlesen).
Viel bedeutender ist allerdings die Anpassung an einen umgebende Personen bei Punkten, wie “gute Noten erzielen”, “herausragende Projekte verwirklichen” oder “versagen”!
Detaillierte wissenschaftliche Untersuchungen und psychologische Erklärungen lasse ich an dieser Stelle mal beiseite.
Wer aufmerksam ist, stellt aber schnell fest, dass leistungsstarke Personen überproportional mit anderen leistungsstarken Personen verkehren oder schlechtere Studenten meistens in Gruppen auftreten.
Oft bilden sich diese Gruppen auch schon bereits zu Studiumsbeginn – der Freundeskreis wird also nicht bewusst anhand diesen Kriteriums ausgewählt. Basiert der Effekt also auf Zufall oder kann man potentiellen Erfolg womöglich vorab bereits unbewusst wahrnehmen?
Wahrscheinlicher ist die Erklärung, dass man sich auf Kurz oder Lang seiner Umgebung ein wenig anpasst. Viele schlechte Studenten sind nicht dumm, sondern lernen oftmals nur ineffektiv. Es ist nachvollziehbar, dass sich Personen im engeren Freundeskreis in der Regel ähnlich verhalten. Womöglich werden Lerntipps direkt ausgetauscht – in diesem Fall die falschen.
Bei guten Gruppen verhält es sich nach dem gleichen Prinzip!
Wer weiß, welch unerforschte und/oder höhere Mächte hierbei noch am Werk sind.
In jedem Fall ist es wohl ratsam, sich bei der Klausurvorbereitung an besseren Studenten zu orientieren, wenn man bessere Noten erzielen möchte. Man muss ja nicht gleich den Freundeskreis wechseln – oft hilft es schon bei dem Kommilitonen Nachhilfe zu nehmen.



