23. Februar 2012

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Ein Auslandsaufenthalt ist für viele Studierenden heutzutage bereits von Beginn an fest geplant.
In der Regel wird hierbei (zumindest bei den Standard-Bachelorstudiengängen) das fünfte Semester angepeilt. Hierbei vergessen die allermeisten, dass es abseits des Massenstroms auch noch weitere Alternativen gibt! Dies ist vor allem dann relevant, wenn man flexibel auf andere tolle Möglichkeiten, die sich während dem Studium ergeben, reagieren möchte.
Für all diejenigen, die bisher keine andere Möglichkeit als das klassische fünfte Bachelorsemester gesehen haben, in aller Kürze vier interessante Alternativen:

1) Auslandspraktikum
Ein Praktikum im Ausland ist aus Arbeitgebersicht oftmals deutlich spannender als jeder andere Auslandsaufenthalt. Zu beachten gilt hierbei allerdings, dass man verglichen mit einem Auslandsstudium deutlich weniger Zeit hat Land und Leute zu erleben, da man in der Regel mit Arbeit beschäftigt ist. Nichts desto trotz bietet ein Auslandspraktikum tolle Möglichkeiten die Welt zu erleben (v. a. an Wochenenden) und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Im Vorfeld sollte man sich allerdings ausführlich über das Zielland hinsichtlich Praktika informieren. So ist es bspw. in Australien eher unüblich, dass überhaupt Praktika absolviert werden. In den USA muss man in den meisten Branchen (anders bspw. in der Finanzbranche) damit rechnen nicht nur wenig, sondern gar kein Gehalt zu bekommen. Im Optimalfall ist man bei einer deutschen Niederlassung beschäftigt – dann sind zumindest die Chancen am größten ein klassisches (nach deutschen Maßstäben) Praktikum absolvieren zu können.

2) Auslandssemester im Masterstudium
Viele Studierende planen fest damit nach ihrem Bachelorabschluss ein Masterstudium anzuschließen. Seltsamer Weise kommt es den Meisten hierbei nicht in den Sinn im Masterstudium ein Auslandssemester einzubauen. Meines Erachtens eignet sich das Masterstudium in der Regel sogar besser.

3) Summer Session Programme
Vor allem US-Universitäten nutzen die Möglichkeit während den dortigen Sommerferien weiter Kurse zu geben und damit Geld zu verdienen. Dies bietet gerade für internationale Studenten die Gelegenheit einige Monate an einer Elite-Universität zu studieren und gleichzeitig Land und Leute kennen zu lernen. Gleichzeitig kostet der Spaß (zumindest in den USA) entsprechend der normalen Studiengebühren einiges und ist nicht vergleichbar mit einem Auslandssemester in Barcelona oder anderen europäischen Standorten. Mittlerweile ziehen allerdings auch viele europäische Hochschulen nach und bieten günstigere vergleichbare Angebote an.
Weitere Informationen und Serviceangebote hierzu findest du bspw. auf den Seiten von College Contact.
Wer einen Einblick in das Summer-Session-Leben am Beispiel der UCLA werfen möchte, dem sei folgender Blog empfohlen: hier klicken.

4) Masterstudium im Ausland
Ein Vorteil des Bachelor-Master-Systems besteht darin, dass man relativ einfach nach dem Bachelorabschluss die Universität wechseln und somit bspw. auch direkt im Ausland weiterstudieren kann. Viele lassen sich von großen Namen und angeblich extremen Aufnahmekriterien abschrecken. Fakt ist, dass man in der Regel erst mal viel Geld für zahlreiche Tests (TOEFL, GMAT, …) hinlegen muss – meiner Erfahrung nach schaffen es die allermeisten aber anschließend auch relativ leicht an Eliteuniversitäten. Zu beachten sind allerdings natürlich die im Ausland teils horrenden Studiengebühren – wer sein Masterstudium in Harvard absolviert sollte zumindest in Erwägung ziehen auch in den USA zu arbeiten – wer anschließend nach Deutschland zurückkehrt hat durch die Uni zumindest finanziell keinerlei Vorteile (eher gravierende Nachteile) gegenüber Absolventen deutscher Hochschulen.

Fazit
Ein Auslandsaufenthalt ist eine tolle Sache, welche auch gut durchdacht und geplant sein sollte. Nichts desto trotz heißt es aber auch hier (wie in allen anderen Bereichen des Studiums): Nicht immer blind dem Schwarm folgen, sondern auch einmal Blicke nach links und rechts riskieren. Am Ende kann jeder somit den Weg gehen, der für ihn am Besten funktioniert :)

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Über

Mein Name ist Max Köhler. Ich bin 22 Jahre alt und Student.
Ich bekomme oft zu hören, dass die Studienzeit, die schönste Zeit im Leben sei. In jedem Fall erlebe ich enorm viel Spannendes und manchmal auch äußerst Kurioses, worüber ich hier in allen (manchmal schmutzigen) Details berichten werde.
Denke an den verrücktesten Teeniefilm, den du je gesehen hast - ich bin mittendrin!
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