Die Situation am Wohnungsmarkt ist in diesem Semester so kurios, dass auch auf Studiumsreport.de (wie auf jeder anderen (Nachrichten)Seite) ein kurzer Artikel her muss.
“Dank” doppeltem Abiturjahrgang, Wegfall der Wehrpflicht und sowieso geburtenstarken Jahrgängen platzen die Universitäten aus allen Nähten – doch während sich das System hier zumindest noch einigermaßen vorbereitet hat, merken die Studenten die Probleme vor allem bei der Wohnungssuche. Was, wie bereits in einem früheren Artikel beschrieben, auch vorher schon einem Kriegsschauplatz ähnelte, ist in diesem Jahr kaum mehr zu beschreiben.
Studenten nächtigen zu großen Zahlen in Jugendherbergen oder Pensionen, in der Hoffnung unter Umständen doch noch ein wenig Wohnraum zu ergattern. Für die verbliebenen Quadratmeter werden gleichzeitig horrende Mieten verlangt – gerade so hoch, dass sie nicht ohne weiteres als Wucher angreifbar sind. Die Stadt ruft dazu auf doch zu pendeln, womit das Studentenleben natürlich schon im Vorfeld begraben werden kann. Teilweise exmatrikulieren sich Studenten wieder, da sie keine Möglichkeit sehen, nahe ihrer Hochschule zu wohnen. …
Froh sein kann der, der im Wohnheim untergekommen oder einen der vielen Kleinkriege gewonnen hat!
Einen tollen Videobeitrag zum Thema (in dem Fall aus Freiburg) findet man auf spiegel.tv (www.spiegel.tv/#/filme/chaos-universitaet/). Wer in einem der dort vorgestellten Bettenlager schlafen muss, kann offensichtlich auch keine vernünftigen akademischen Leistungen mehr erbringen.
Einen problemlösenden Geheim-Tipp gibt es an dieser Stelle leider nicht. Man kann wohl lediglich dazu raten, die Augen offen zu halten und sämtliche Bekannte, Freunde und Familienangehörige in die Suche einzuspannen.
All denjenigen, die immernoch auf der Suche sind, möchten wir aber in jedem Fall noch viel Durchhaltevermögen und Glück wünschen!




Am besen alle in ein Zimmer so wie Anno 1200…